Zeit für neue Impulse: Gewaltfreie Kommunikation als Schwerpunkt für 2016

Seit 7 Jahren berate ich soziale Träger und NGO´s zu den Themen Kommunikation, Öffentlichkeitsarbeit, Imagebildung und Außendarstellung. Immer wieder werde ich nach meinen Workshops, Trainings und Coachings darauf angesprochen, warum ich ein „Büro für positive Kommunikation“ gegründet habe und warum ich in meinen Seminaren immer so „wertschätzend, diplomatisch, frisch und aufbauend“ kommuniziere…

Oft antworte ich dann auf Frage 1: „Weil ich den Projekten, mit denen ich zusammenarbeite, helfen möchte, etwas zu bewegen anstatt etwas zu beklagen“. Das ist einfach. Denn das ist meine berufliche Philosophie. Da stehe ich voll und ganz hinter. Bei Frage 2 ist das etwas anders. Die umgehe ich meistens etwas zögerlich mit „Danke für das Kompliment. Ich glaube, das ist einfach meine Persönlichkeit.“ Mit dieser Antwort bin ich aber nicht zufrieden – denn es gibt eine klarere darauf: Es ist die Gewaltfreie Kommunikation, die mir seit vielen Jahren am Herzen liegt!

Was ist die Gewaltfreie Kommunikation?

Bildschirmfoto 2015-02-27 um 19.55.58„Die Gewaltfreie Kommunikation (GFK) ist ein Konzept, das von Marshall B. Rosenberg entwickelt wurde. Es soll Menschen ermöglichen, so miteinander umzugehen, dass der Kommunikationsfluss zu mehr Vertrauen und Freude am Leben führt. GFK kann in diesem Sinne sowohl bei der Kommunikation im Alltag als auch bei der friedlichen Konfliktlösung im persönlichen, beruflichen oder politischen Bereich hilfreich sein. Im Vordergrund steht nicht, andere Menschen zu einem bestimmten Handeln zu bewegen, sondern eine wertschätzende Beziehung zu entwickeln, die mehr Kooperation und gemeinsame Kreativität im Zusammenleben ermöglicht. Manchmal werden auch die Bezeichnungen „Einfühlsame Kommunikation“ oder „Verbindende Kommunikation“ verwendet.“ (Quelle: Wikipedia)

Wenn ich es in meinen eigenen Worten beschreibe, dann vielleicht so: Wer gewaltfrei kommuniziert, spricht von Bedürfnissen und nicht von Forderungen, bezieht sich primär auf sich selbst anstatt mit dem Finger auf andere zu zeigen, artikuliert seine Gefühle anstatt Reaktionen einzufordern. Gewaltfreie Kommunikation beruht auf Empathie – und nicht auf Konfrontation.

 

Empathie – auch in der Kommunikationsarbeit eines Vereins und im Privatleben

Für das Jahr 2016 habe ich mir vorgenommen, mich intensiv mit der GFK zu beschäftigen und meine Weiterbildung zum „Coach für Gewaltfreie Kommunikation“ abzuschließen. Ich bin der festen Überzeugung, dass sich daraus auch wahnsinnig viel für die PR- und Öffentlichkeitsarbeit ableiten und verwenden lässt. Aber noch viel mehr für die Menschen und Teams dahinter, die so oft versuchen, gemeinsam etwas zu bewegen und dabei gemeinsam an ihre Grenzen stoßen und oftmals auch gemeinsam scheitern. To dos und Deadlines bestimmen den Alltag und Sätze wie „Kannst du noch schnell…“, „Hast du schon…?“ „Ich habe doch gesagt, wie ich das gerne hätte…“ gehören zum normalen Ton im Arbeitsalltag.

Als Freiberuflerin bin ich oft nur ein paar Tage, manchmal aber auch Wochen oder sogar Monate Teil eines Teams und immer wieder stelle ich nach nur wegen Sätzen fest, wie gewaltvoll die meisten miteinander kommunizieren. Immer wieder gerate ich als „feste Freie“ in die Situation, dass sich Chefs bei mir über ihre Angestellten beklagen und die Angestellten mir stecken, wie oft ihre Gedanken und Ideen in der Chefetage stecken bleiben. „Uff“, denke ich dann immer. Ihr seid alle so kompetent und nett und wollt im Grunde das Gleiche – aber ihr kommuniziert miteinander, wie wir es eben seit Jahrzehnten gelernt und manifestiert haben: Jeder ist sich dabei selbst am nächsten!

In der Vergangenheit wurde ich immer häufiger um Rat gebeten und ab und ab stand am Ende nicht nur ein fertiger Film im Netz, sondern irgendwie kam auch „frischer Wind“ ins Team, in dem ich mitarbeiten durfte. Daran möchte ich gerne anknüpfen.

Ab 2016 biete ich mich als Coach & Beraterin für Führungskräfte und Teams, aber gerne auch Privatpersonen zum Thema „Gewaltfreie Kommunikation“ und „Gewaltfreie Konfliktlösung“ an. Man kann die Prinzipien der GFK wahnsinnig schnell erlernen und damit sein berufliches und privates Leben unfassbar einfach um einige kommunikative Kampfplätze erleichtern. Ich helfe gerne dabei!

 

 

“Das Spiel, das mir am meisten Spaß bringt, heißt „Das Leben wunderbar machen“. Die meisten Leute spielen „Wer hat Recht“ und sie wissen nicht, dass es auch ein anderes Spiel gibt. „Das Leben wunderbar machen“ können wir auch mit Leuten spielen, die „Wer hat Recht“ gewöhnt sind – niemand wird das weiter spielen wollen, wenn er die Wahl hat.“

(Marshall B. Rosenberg)

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