Medien in der Bildung: Netzwerk in Berlin gegründet!

 

Ei ei ei, Medien in der Bildung, Medienbildung, Medienkompetenz – alle sprechen darüber, aber so ganz konkret und praktisch tut sich nicht so wahnsinnig viel. Das spiegeln mir zumindest seit 3 Jahren immer wieder Studenten, Referendare und Lehrer, die ich in meinen Seminaren kennenlerne. Seit 2011 leite ich im Auftrag der Medienanstalt Berlin-Brandenburg die jährlich stattfindenen Praxis-Workshops „teaching 2.0 – Medienkompetenz im Klassenzimmer“ und wir verfolgen damit im Besonderen ein Ziel: Lehrenden mediale und mediendidaktische Impulse geben, mit denen sie im Unterricht ganz konkret arbeiten können und mit denen sie die Kommunikation ihrer Schüler im besten Fall endlich besser verstehen und aufgreifen können.

Die Workshops sind jedes Jahr ausgebucht – die Nachfrage ist hoch – über die Facebook-Gruppe „Web 2.0 in der Schule“ bleiben die Seminarteilnehmer und alle am Thema „Medien in der Bildung“ Interessierte im Kontakt. Woran es – über die Workshops hinaus – bisher in Berlin / Brandenburg eindeutig fehlt, war ein Netzwerk, in dem sich Interessierte auch real treffen und rund um diese Themen unkompliziert austauschen, weiterbilden und treffen können. Also habe ich den Wunsch einiger Seminarteilnehmer ernstgenommen und dieses Netzwerk nun gegründet. Am 4. Dezember 2013 fand das erste Treffen statt. Als Überthema ging es beim Netzwerk-Auftakt um „Filmprojekte mit Schüler/innen“. Sinn des Netzwerkes soll auch sein: Lehrer/innen  mit Medienpädagogen zu vernetzen und schulische und außerschulische Projekte miteinander bekannt zu machen. Hier eine kleine Nachlese…

++++ Beim 1. „teaching 2.0“ Netzwerktreffen ging es um Filme. Hier mal ein paar Links zu Film-Genres, die sich auch als Projekte mit Schülern eignen +++

Beispiel für Lege-Filme

Lege-Filme sind sehr aufwendig in der Produktion, eignen sich daher eher für Projektwochen. Da es aber viele Arbeitsschritte gibt (Idee, Text, Sprecher, Zeichnen, Ausschneiden, Hände, Kamera, Licht, Filmschnitt…) sind Lege-Filme ein schönes Projekt für große Gruppen oder ganze Klassen. Robert Alisch aus der „Medienetage Treptow-Köpenick hat Erfahrungen mit Legefilmen als Jugendprojekt und steht bei Fragen gerne zur Verfügung.

Beispiel für Speed-Draw-Film

Die schnell gezeichneten Filme ähneln ein bisschen den Lege-Filmen. Auch hier braucht man ein sehr gutes Storyboard, einen guten Zeichner, einen Text und extrem gute Lichtverhältnisse. Nichts für einen Tag – aber vielleicht eine geeignete Idee für ein Abschlussprojekt oder eine Präsentationsleistung?

 

Beispiel für Spielfilm zum Thema Mobbing

Wesentlich emotionaler als Lege- oder Zeichnungsfilme sind Kurzfilme / Spielfilme. Verpackt in einer dichten Geschichte, mit der passenden Musik unterlegt – lässt sich hier sehr gut, auch mit einfachen Mitteln, nahezu jedes Thema aufgreifen. Vorteil von diesem Genre: Die Produktion kann, bei guter Vorbereitung, in 1-2 Tagen umgesetzt werden und aufgrund der großen Rollenverteilung (Drehbuch, Regie, Schausoieler, Kamera, Ton, Licht, Maske, Requisite, Musikauswahl, Schnitt..) ist der ganze Filmprozess ein immer wieder sehr gruppendynamisches Erlebnis für Schüler- und Jugendgruppen.

 

Beispiele für Freie Arbeit zu Gedichtverfilmungen

Warum nicht einfach Gedichte, Geschichten oder Ereignisse als Anlass nehmen und sie von Schülern filmisch völlig frei interpretieren lassen? Besonders mit etwas älteren Schülern meistens ein sehr interessantes und vor allem kreatives Projekt. Da jeder selbst entscheiden kann, was er oder sie macht, eignen sich freie Filmprojekte wunderbar als Hausaufgaben, Gruppenarbeiten oder als Referat-Ersatz. Ich bin immer wieder erstaunt, was Jugendliche umsetzen – wenn man sie einfach machen lässt.

 

Beispiel für StopMotion

Stop-Motion-Filme: Einfach und hochkomplex zugleich. Bestehend aus aneinandergereihten Einzelfotos lassen sich hier kleinste Geschichte ganz schnell und simpel erzählen und große Kinofilme in mühevoller Kleinarbeit umsetzen. Ideal für Einzel- und Kleingruppenarbeit, da die Produktion im Wesentlichen aus einem Storyboard, dem Bewegen der Objekte und dem Fortografieren besteht. Meine Erfahrung: Macht besonders / und vor allem jüngeren Schülern großen Spaß. Ideal auch um komplexe Dinge im Comic Stil zu erzählen.

Weiterführende Links:

Lesezeichen-Liste auf diigo.com

 

Wie geht es weiter mit dem Netzwerk?

2014 werden wir uns mit dem „teaching 2.0“ Netzwerk 1 x im Quartal treffen. Wir können dafür in die Räumlichkeiten der Medienanstalt Berlin-Brandenburg . Wer Interesse an dem Netzwerk (was eher den Charakter eines lockeren Stammtisches hat), der kann sich gerne bei mir melden (Kontakt) oder wird in der Facebook-Gruppe laufend informiert.

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